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Das beste Papier für Ausmalbilder: Grammatur, Oberfläche, Einsatz

Das beste Papier für Ausmalbilder je nach Stift: 80 g/m² für Wachsmalstifte, 120 bis 160 g/m² für Buntstifte, 160 bis 200 g/m² für Filzstifte und Marker.

5 Min. Lesezeit#papier#drucken#filzstifte#buntstifte#ausmalbilder

Das beste Papier für Ausmalbilder ist ein glattes weißes Blatt zwischen 120 und 160 g/m². Es ist schwer genug für mehrere Schichten Buntstift und leichte Filzstifte, ohne dass etwas durchschlägt, dünn genug, damit der Drucker zu Hause es ohne Papierstau einzieht, und in Packungen ab 100 Blatt günstig zu haben. Für Übungen mit Wachsmalstiften und große Mengen reicht normales Kopierpapier mit 80 g/m². Für Alkoholmarker oder Bilder, die du rahmen möchtest, nimmst du Karton mit 160 bis 200 g/m².

Das ist die Kurzfassung. Im Rest dieses Ratgebers steht, was die Zahlen bedeuten, wie sich jeder Stift auf verschiedenen Papieren verhält und was du für die drei oder vier Situationen kaufen solltest, die in den meisten Familien vorkommen.

Was bedeutet g/m², und warum ist es wichtig?

Die Angabe g/m² nennt das Gewicht eines Blattes von einem Meter mal einem Meter, die sogenannte Grammatur. Je höher die Grammatur, desto dicker, steifer und undurchsichtiger ist das Blatt. In den USA wird Papier oft in Pfund angegeben, was verwirrend ist, weil sich die Skala je nach Papiersorte ändert. Falls du einmal amerikanisches Papier in der Hand hast: Schreibpapier mit 20 Pfund entspricht etwa 75 g/m², mit 24 Pfund etwa 90 g/m², mit 32 Pfund etwa 120 g/m², und Karton mit 65 Pfund etwa 175 g/m².

Beim Ausmalen beeinflusst die Grammatur drei Dinge:

  • Durchscheinen: ob Filzstift oder kräftiger Wachsmalstift auf der Rückseite zu sehen ist.
  • Wellen: ob sich das Blatt bei feuchten Farben oder starkem Druck mit dem Buntstift wellt.
  • Gefühl: Schwereres Papier fühlt sich einfach mehr nach einem fertigen Werk an, und das zählt bei Geschenken und Erinnerungsstücken.

Welche Grammatur für welchen Stift?

Stift Gut Besser
Wachsmalstifte 80 g/m² Kopierpapier 100 bis 120 g/m²
Buntstifte 100 bis 120 g/m² 120 bis 160 g/m², leicht strukturiert
Filzstifte auf Wasserbasis 120 g/m² 160 g/m² glatt
Alkoholmarker 160 g/m² glatt 200 g/m² oder spezielles Markerpapier
Aquarellstifte oder leichte Lasur 160 g/m² 200 bis 300 g/m² Aquarellpapier
Zum Laminieren und Wiederverwenden 100 g/m² 120 bis 160 g/m²

Ein paar Hinweise zu jedem Stift:

  • Wachsmalstifte beanspruchen das Papier kaum. Das Wachs bleibt auf der Oberfläche und schlägt nicht durch. Dünnes Papier reicht, aber Kleinkinder, die fest aufdrücken, können 80 g/m² zerreißen. Mit 100 g/m² bist du auf der sicheren Seite.
  • Buntstifte brauchen etwas Griffigkeit, also eine leichte Oberflächenstruktur, die die Farbe aufnimmt. Auf glänzendem oder sehr glattem Papier halten nur wenige Schichten. Zeichenpapier mit 120 bis 160 g/m² ist ideal.
  • Filzstifte auf Wasserbasis (die auswaschbaren Fasermaler, mit denen die meisten Kinder malen) können 80 g/m² durchtränken und unscharfe Ränder hinterlassen. Ab 120 g/m² bleiben die Linien sauber.
  • Alkoholmarker schlagen durch fast alles unter 160 g/m² durch und laufen auf strukturiertem Papier seitlich aus. Glattes, schweres, gestrichenes Papier ist für sie gemacht. Leg immer ein Schmierblatt darunter.

Glatt oder strukturiert?

Die Oberfläche zählt genauso viel wie die Grammatur:

  • Glatt (manchmal satiniert oder extraglatt): am besten für Filzstifte und feine Fineliner. Buntstift kann darauf rutschen und blass wirken.
  • Leicht strukturiert (Zeichenpapier): der beste Allrounder für Buntstifte und Wachsmalstifte.
  • Glänzendes Papier oder Fotopapier: lieber nicht. Wachsmalstift rutscht ab, Buntstift hinterlässt kaum Spuren, und die Tinte von Filzstiften bildet Pfützen und verschmiert.

Wenn du unsicher bist, halte das Blatt gegen das Licht und fahr mit dem Fingernagel darüber. Ein leises Kratzen bedeutet eine leichte Struktur, ein lautloses Gleiten bedeutet glattes Papier.

Schafft mein Drucker zu Hause schweres Papier?

Die meisten Tintenstrahldrucker verarbeiten bis zu 200 g/m², manche bis zu 250 g/m², meist über einen hinteren Einzug oder die manuelle Zufuhr statt über die Hauptkassette. Laserdrucker sind oft eingeschränkter, etwa bei 160 bis 200 g/m², und ihre Hitze kann schweren Karton wellen. Schau im Datenblatt deines Modells nach, zieh alles über 160 g/m² einzeln ein und stell im Druckdialog die Papierart auf „schweres Papier“ oder „Karton“, damit der Drucker langsamer arbeitet. Unser Ratgeber zum Ausdrucken von Ausmalbildern zu Hause erklärt die Einstellungen Schritt für Schritt.

Was soll ich kaufen? Vier einfache Einkaufslisten

  1. Ausmalen im Alltag mit Kindern (Wachsmalstifte, Buntstifte, auswaschbare Filzstifte): ein Paket mit 500 Blatt Kopierpapier mit 100 g/m². Merklich stabiler als 80 g/m² und nur wenig teurer.
  2. Buntstift-Fans und Erwachsene: ein Block oder eine Packung Zeichenpapier mit 120 bis 160 g/m², leicht strukturiert, in A4, US Letter oder A3.
  3. Wer gern mit Markern malt: glatter Karton mit 200 g/m² oder ein spezieller Markerblock, dazu ein Schutzblatt zum Unterlegen.
  4. Geschenke, Bilderrahmen und Erinnerungsstücke: hochweißer matter Karton mit 160 bis 200 g/m². Schwer genug, um im Rahmen zu stehen, ohne sich zu wellen.

Mit einem kleinen Vorrat von jeder Sorte musst du nie Kompromisse machen.

Ändert das Papierformat die Wahl?

Ein wenig. Größere Blätter biegen sich stärker, deshalb braucht ein A3-Blatt schwereres Papier als ein A4-Blatt mit denselben Stiften. Wenn du ein Bild in der Stufe Experte für einen erwachsenen Ausmalfan in A3 druckst, sind 160 g/m² ein sinnvolles Minimum, und 200 g/m² fühlen sich richtig edel an. Ausmalbilder von Coolorio lädst du in A4 oder US Letter herunter, und die Stufe Experte ist so angelegt, dass sie sich im Copyshop sauber auf A3 vergrößern lässt.

Probier es mit deinem eigenen Foto

Gutes Papier testest du am schönsten mit einem Bild, das dir etwas bedeutet. Mach aus einem Foto deiner Familie oder deines Haustiers ein Ausmalbild, druck es auf 160 g/m² Karton und merk, wie anders es sich anfühlt als ein Blatt Kopierpapier. Schau dir an, wie es funktioniert, oder übe vorher mit ein paar kostenlosen Ausmalbildern.

Häufige Fragen

Ist normales Druckerpapier für Ausmalbilder in Ordnung?

Ja, für Wachsmalstifte, Buntstifte mit leichtem Druck und schnelle Beschäftigungen. Bei normalem 80 g/m² Papier scheint Filzstift auf die Rückseite durch, und bei vielen Schichten kann es sich wellen. Für einen verregneten Nachmittag oder einen Stapel für die Kita oder Schulklasse ist es aber völlig in Ordnung und die günstigste Lösung.

Welches Papier verhindert, dass Filzstifte durchschlagen?

Bei auswaschbaren Filzstiften auf Wasserbasis bleibt die Tinte auf glattem Papier mit 120 bis 160 g/m² auf der Vorderseite. Bei Alkoholmarkern verhindert kein normales Papier das Durchschlagen ganz. Nimm 200 g/m² oder spezielles Markerpapier und leg immer ein zusätzliches Blatt darunter, um den Tisch zu schützen.

Welche Grammatur ist am besten, um ein Ausmalbild zu rahmen?

Matter Karton mit 160 bis 200 g/m². Er bleibt hinter Glas flach, wellt sich bei Feuchtigkeit nicht so wie dünnes Papier und nimmt Buntstift und Filzstift gut an. Wenn du das Blatt ohne Rahmen aufhängen möchtest, behält Karton mit 200 g/m² oder mehr an der Wand seine Form.

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