Das erste Jahr rauscht in einer Flut von Fotos vorbei. Tausende davon, die meisten schaut nie wieder jemand an. Ein kleines personalisiertes Malbuch aus einem Dutzend dieser Fotos ist eine andere Art von Erinnerung: zwölf Seiten, eine pro Monat, die Geschwister jetzt ausmalen können und das Kind selbst in ein paar Jahren. Es kostet weniger als die meisten Babyalben und wird viel öfter in die Hand genommen.
Dieser Ratgeber erklärt, welche Fotos du auswählst, wie daraus Ausmalbilder werden, die wirklich nach deinem Baby aussehen, und wie du alles zusammenfügst.
So sieht ein Malbuch zum ersten Jahr aus
Die einfachste Version hat zwölf Seiten, eine für jeden Monat, mit dem Monat und dem Alter des Babys auf jeder Seite. Dazu ein Deckblatt aus dem Neugeborenenfoto und eine letzte Seite vom ersten Geburtstag, und du hast vierzehn Seiten. Auf festes Papier gedruckt und gebunden wird daraus:
- Etwas, das ein älteres Geschwisterkind ausmalen kann, während das Baby schläft. So bekommt es seine eigene Rolle rund um den Familienzuwachs.
- Ein Geschenk für Oma und Opa, die sich "ein schönes Foto" wünschen, ihr Enkelkind aber noch lieber ausmalen.
- Ein Buch, das das Kind mit vier oder fünf Jahren selbst ausmalt, mit dem seltsamen und fröhlichen Gefühl, das eigene Babygesicht anzumalen.
Die Monatsfotos auswählen
Babys sind klein, rund und werden oft vor unruhigem Hintergrund fotografiert. Ein paar Regeln helfen, damit die Linien schön werden.
- Das Gesicht gut sichtbar, wenn möglich mit offenen Augen. Schlafende Neugeborene funktionieren auch, aber ein oder zwei solcher Fotos reichen.
- Ruhiger Hintergrund. Ein weißes Laken, eine einfarbige Decke oder eine Wand. Die bunte Krabbeldecke wird zu Linienwirrwarr.
- Tageslicht statt Blitz. Weiches Fensterlicht zeigt die Form des Gesichts. Der Blitz macht es flach.
- Eine klare Form pro Seite. Das Baby allein oder auf dem Arm einer Person. Gruppenfotos lieber nicht für die Monatsseiten.
- Die Meilensteine mitnehmen: erstes Lächeln, Sitzen, erster Zahn, erster Brei, Krabbeln, Stehen. So wird das Buch zu einer Geschichte statt zu einer Reihe von Porträts.
- Strukturen, die die Linien zeigen können: eine Strickmütze, ein Kapuzenhandtuch, ein Teddybär. So hat ein älteres Kind mehr auszumalen als nur Haut.
Unsere Tipps, um ein Foto in ein Ausmalbild umzuwandeln enthalten eine kurze Checkliste, die gut auf Babyfotos passt.
Die passende Detailstufe
Überleg dir, wer das Buch als Erstes ausmalt.
- Ein Geschwisterkind von 2 bis 5 Jahren: Einfach. Das Baby wird zu ein paar kräftigen Formen, leicht auszumalen.
- Ein Geschwisterkind ab 6 Jahren oder die Großeltern: Mittel. Das Gesicht bleibt erkennbar, und die Stoffe bekommen Struktur.
- Für das Kind selbst, später, oder für die Eltern: Mittel oder Detailliert.
Viele Familien machen zwei Versionen: ein Set in der Stufe Einfach für das ältere Geschwisterkind jetzt und ein Set in der Stufe Mittel, das in der Schublade auf den fünften Geburtstag des Kindes wartet.
Name, Alter und Datum dazu
Erst das macht aus Ausmalbildern ein Andenken. Jede Seite kann Namen und Alter des Babys tragen, also "Ada, 3 Monate" unter dem Bild, dazu das Datum des Fotos. Jahre später sind es genau diese kleinen Beschriftungen, bei denen alle hängen bleiben.
Wenn du das Buch für die Großeltern machst, nimm einen Erinnerungsrand für jede Seite. Er rahmt das Bild und gibt dem Buch einen fertigen, gedruckten Eindruck.
Drucken und binden
- Drucke einseitig auf Papier mit 120 bis 160 g/m², damit sich die Seiten fest anfühlen und Filzstifte nicht durchdrücken. Die richtigen Einstellungen findest du in unserem Ratgeber zum Ausdrucken von Ausmalbildern zu Hause.
- Füg einen Umschlag aus Karton hinzu. Nimm das Neugeborenenbild oder schreib den Titel von Hand: "Adas erstes Jahr".
- Binde das Buch mit zwei gestanzten Löchern und einem Band, mit Ringen oder lass im Copyshop eine Spiralbindung machen.
- Lass hinten eine leere Seite für Notizen: Geburtsgewicht, erstes Wort, das Datum der ersten Schritte.
Eine Bindung im Copyshop kostet etwas mehr, dafür liegt das Buch flach, und das ist wichtig, wenn kleine Kinder auf dem Boden malen.
Ideen über die zwölf Monate hinaus
- Eine Ausgabe für die Großeltern: dieselben Seiten, dazu je eine Seite mit Oma und Opa, die das Baby im Arm halten. Ein Geschenk für Oma und Opa, das sie garantiert aufheben.
- Eine Geschwisterausgabe: Seiten mit dem älteren Kind und dem Baby, sodass das Malbuch von beiden erzählt.
- Eine Geburtstagstradition: Jedes Jahr kommt eine Seite vom Geburtstagsfoto dazu. Mit zehn Jahren ist das Buch eine Zeitleiste über ein ganzes Jahrzehnt.
- Ein Dankeschön-Set: einzelne Seiten für die Menschen, die im ersten Jahr geholfen haben, die Hebamme, die Nachbarin, die Freundin, die Essen vorbeigebracht hat.
Was du lieber lässt
- Versuch nicht, jeden Monat unterzubringen, wenn es für manche Monate kein gutes Foto gibt. Zehn starke Seiten sind besser als zwölf schwache.
- Nimm keine Bilder, die über Messenger verschickt wurden. Die Qualität sinkt, und die Linien werden unscharf.
- Lass die Badefotos weg. Das Buch soll etwas bleiben, das das Kind auch mit zwölf noch gern herzeigt.
Probier es mit deinem eigenen Foto
Wenn du erst eine Seite ausprobieren möchtest, bevor du dich an ein ganzes Buch machst: Coolorio verwandelt ein Babyfoto in ein druckbares Ausmalbild in vier Detailstufen, in A4, US Letter oder A3, mit Namen, Alter und dem Datum des Fotos auf dem Blatt. Hochgeladene Fotos werden nach 7 Tagen gelöscht. Schau dir an, wie es funktioniert, und fang mit dem Neugeborenenfoto an.
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